Facebook veröffentlicht White Paper zu Datenportabilität und Datenschutz


Markus Niessen, Okt. 2019

Links zu den Originaldokumenten finden Sie am Ende dieser Zusammenfassung


Ausgangslage

Datenübertragbarkeit ist ein Grundpfeiler der aktuellen Datenschutz Grundverordnung (DSGVO) der EU. Sie soll den Online-Wettbewerb und die Entwicklung neuer Dienste fördern. Den Nutzern ermöglicht sie es, die eigenen Daten zu kontrollieren und den richtigen Online-Dienstanbieter zu wählen. 

Facebook hat im September 2019 ein White Paper zum Thema Datenportabilität veröffentlich. Dieses ist als Diskussionsgrundlage gedacht und konzentriert sich auf Datenübertragbarkeit als Vorgang, zu dem sich einzelne Nutzer entschliessen. 

Es werden fünf Fragen vorgestellt anhand derer die Aspekte der Datenportabilität strukturiert und Praxisbezogen diskutiert werden können. 

1: Soll ein Dienstanbieter Datenportabilität einschränken können?

Fallen alle Anfragen von Nutzern ihre Daten zu übertragen unter Datenportabilität? Unter welchen Bedingungen? (Beispiel: Nutzung des Plattformtools “Login with Facebook”)

2: Sind die von einem Dienstanbieter gespeicherten und aus dem Verhalten der Nutzer abgeleiteten oder aufgezeichneten Daten persönliche Daten des jeweiligen Nutzers (z.B. Musikgeschmack, Klicks)?

3: Portabilität von Social Graph Daten

  • Welches Einwilligungssystem soll gelten?
  • Wer trägt die Verantwortung für solche Daten während des Transfers?
  • Dürfen Social Graph Daten übertragen werden?

4: Modelle für den Datentransfer

  • Welche Informationen muss der Nutzer vor dem Transfer erhalten, wer muss diese Informationen bereitstellen/vermitteln?
  • Wer ist für die Datensicherheit während des Datentransfers verantwortlich? 
  • Authentifizierung des Empfängers: Wer ist dafür verantwortlich, dass persönliche Daten nicht in falsche Hände gelangen? Sollten Zertifizierungen/Verhaltenskodex eingeführt werden?

5: Verantwortung nach Abschluss des Datentransfers?

Falls Social Graph Daten übertragen wurden, wer ist für diese Verantwortlich (für Daten von “nicht anfragenden Nutzern”).  Müssen Nutzer die Verantwortung für solche Daten tragen?


Originaldokumente:

Publiziert unter https://de.newsroom.fb.com/news/2019/09/zur-zukunft-von-datenschutz-und-datenportabilitaet/

Download:

DE – https://fbnewsroomde.files.wordpress.com/2019/09/facebook-data-portability-and-privacy-september-2019-final_de.pdf
EN – https://fbnewsroomus.files.wordpress.com/2019/09/data-portability-privacy-white-paper.pdf

Seminare an der Universität Zürich 24./25. Oktober

Why do we regulate individual genetic data and familial data differently?

Speaker: Mark Taylor (Melbourne Law School)
Thursday, Oktober 24, 12:30 in lecture hall Y15-G-19 (Irchel campus).

The limits of liberalism – when solidarity must prevail over personal choice

Speaker: David M.R. Townend (University of Maastricht)
Friday, Oktober 25, 12:30 in lecture hall Y15-G-19 (Irchel campus).

Veranstaltungshinweis

Mittwoch 30.10.2019, 18:15 – 19:45, Rämistrasse 74, 8001 Zürich, RAI H-041:

Privatsphäre, Ethik, Eigentum und Zivilgesellschaft
Mit Prof. Ernst Hafen (ETH Zürich, Departement Biologie) und Anna Jobin (ETH Zürich, Health Ethics & Policy Lab)

Teil der Reihe „Ringvorlesung Citizen Science“ veranstaltet von der Partizipativen Wissenschaftsakademie und dem Kompetenzzentrum Citizen Science

Alle Informationen in der Agenda der UZH

Die europäische Datenmisere und die personalisierte Medizin

Beitrag von Prof. Ernst Hafen im Zukunftsblog der ETH Zürich

Für die pharmazeutische und medizinische Forschung in Europa ist es schwierig, an relevante Patientendaten zu gelangen. Dies wiegt schwer, stehen wir doch in Konkurrenz mit dem marktorientierten Gesundheitsdatenmodell der USA und dem staatlich kontrollierten Modell Chinas.

Lesen Sie den ganzen Beitrag im Zukunftsblog der ETH Zürich

Safe the date: LIFE SCIENCE ZURICH IMPACT – Cause of Health, conference on 3 February 2020

The Life Science Zurich Business Network organizes LIFE SCIENCE ZURICH IMPACT – CAUSE OF HEALTH on the 3rd of February 2020 at the Technopark Zurich.

The conference will provide a platform for scientists from academia and industry to present their life science projects to potential collaboration partners as well as investors.

THE CAUSE OF HEALTH: Medicine today largely focuses on studying the cause of illness in search for cures. However, we know remarkably little about how individuals stay healthy. Cause of health research will rely on data from healthy individuals.

The conference includes keynotes, parallel sessions as well as an investor track and 1 : 1 partnering meetings.

Find more information here

Click to view flyer and application information for startups and investors

Schweizer Weg zur personalisierten Bildung

Beitrag von Prof. Ernst Hafen im Zukunftsblog der ETH Zürich

«Durch die Personalisierung der Bildung werden die Grenzen zwischen den Disziplinen und Stufen, zwischen Aus- und Weiterbildung immer mehr verschwimmen. Es entsteht ein kontinuierlicher Bildungsraum.»

Die Digitalisierung ist universell und betrifft auch unser Bildungssystem. Ernst Hafen beschreibt im Beitrag die interessante Vision einer möglichen Zukunft: Algorithmen helfen bei der bestmöglichen Studienwahl, keine überfüllten Hörsäle mehr dank individuell zusammengesetzter Kleingruppen und modernen Online-Lernplattformen.

Lesen Sie den ganzen Beitrag im Zukunftsblog der ETH Zürich

Data to the People – Satellite Panel during WEF in Davos

Data to the People – A Solution to Healthcare?

Date: 1pm, January 17th 2017: Location: Promenade 73, Davos Dorf ‘Caspian Week’

Two factors challenge the current healthcare space: The quest for better diagnostics and treatment options to increase the precision of healthcare services and the need to control its related socio-economic cost. Personal patient data, and all its aspects; from data generation to complex data processing and its adequate distribution, affect the above challenges structurally.

Present panel members are at the forefront of leading the healthcare space into the next phase of integrated data management and utilization. They support the concept of citizen-controlled data access pioneered by MIDATA.coop, which enables citizens to securely store, manage and control access to their personal data by helping them to establish and own national and regional not-for-profit MIDATA cooperatives. MIDATA’s initial focus will be on health-related data since these are most sensitive and valuable for one’s personal health. The MIDATA cooperatives act as the fiduciaries of their members’ data. MIDATA members can visualize and analyze their personal data and can actively contribute to medical research and clinical trials by providing access to their sets of personal data. MIDATA cooperatives provide novel and fair platforms for commercial partners to develop personal data services and tools. This panel addresses fundamental questions of:

·       What kind of data does healthcare and precision public health need?

·       What hinders health data integration?

·       What is the economic value of personal data?

·       How can a right to a digital copy of personal data help?

·       How can not-for-profit data cooperatives contribute to a new sustainable personal data economy?

·       Why should the individual not obtain financial incentives to share data?

The moderators are: Prof. Ernst Hafen and Dr. Kaspar Bänziger RSVP: hafen@imsb.biol.ethz.ch

Our Panelists

 Prof. Ernst Hafen, ETH Zurich, MIDATA.coop

 Prof. Effy Vayena, Univ. Zürich, Harvard Medical School

 Preeti Sinha, YES Institute, India

 Dr. Klaas Zuideveld, Caris Lifesciences, Dallas

 David Haerry, EUPATI-IMI, Brussels

 Dr. Elsy Mankah Ngwa, ETH Zürich

 Massimo Morino, Innovation for Health, Inc. Milan

 Prof. Serge Bignens, Bern University of Applied Science and MIDATA.coop

Posultat „Recht auf Kopie“ vom Bundesrat angenommen

Das von Prof. Thomas Gächter (UZH) erarbeite Grundlagenpapier zum “Recht auf Kopie” wurde von den Vereinsmitgliedern Mathis Brauchbar, André Golliez und Ernst Hafen in Diskussionen mit verschiedenen Exponenten der Verwaltung und des Parlaments eingebracht. FDP Nationalrat Fathi Derer (VD) hat ein entsprechendes Postulat eingebracht. Am 12. November 2015 hat der Bundesrat die Annahme des Postulats beantragt. Er möchte, dass das Thema in die Revision des Datenschutzgesetzes aufgenommen wird. Der Verein hat damit einen wichtigen Meilenstein in Richtung digitale Selbstbestimmung erreicht. Herzlichen Dank allen Beteiligten! Posulat Recht auf Kopie Screen Shot 2015-11-12 at 18.41.52 Screen Shot 2015-11-12 at 18.41.38